BVP Fortbildung 2013

BVP Fortbildung 2013

“Von Burn Out zu Job Engagement: Prävention und Therapie von Burn Out und Erschöpfungssyndrom“

Freitag, 22. März 2013 (ab 14.00 Uhr)
bis Samstag, 23. März 2013

Ort: Hotel Scesaplana, Seewis i. Prättigau

Referent: Adj. Prof. Stefan Geyerhofer / Webster University Vienna, Vorstand des „European Network for Brief Stategic and Systemic Therapy“. Psychotherapeut, Lehrtherapeut und Lehrsupervisor (ÖAS), Instituts für Systemische Therapie (IST) in Wien.

Programm
Leer, erschöpft, ausgebrannt, keine Energie mehr für Arbeit, Freunde, Familie, und das Gefühl sich mehr und mehr von Anderen zu distanzieren…… „Burn Out“ ist ein Phänomen, mit dem PsychologInnen in zunehmendem Maße konfrontiert sind. Dieses Seminar soll Möglichkeiten zur eigenen Burn Out Prävention aufzeigen, und gleichzeitig praxisnahe Möglichkeiten für die Unterstützung Betroffener im Rahmen von Therapie, Beratung, Coaching und Supervision zusammenfassen.

1. Was ist Burn Out?
– Definition und Geschichte von Burn Out
– Anzeichen, Symptome und Phasen – mit Fallbeispielen (Video/ Live)

2. Was brennt uns aus?
– Ursachen und aufrechterhaltende Bedingungen eine systemische Analyse von Burn Out

3. Die Konsequenzen von Burn Out
– persönliche und soziale Effekte (Partnerschaft, Familie…)
– betriebswirtschaftliche Kosten von Burn Out

4. Präventionsmöglichkeiten
– was wir alle tun können
– was Betriebe tun können

5. Hilfe für Betroffene
– Anleitungen für die Praxis in Beratung, Organisationsberatung, Supervsion und Coaching (mit Praxisübungen)
– Job Engagement steigern

6. Evaluationsmöglichkeiten und Analyse betrieblicher und persönlicher Faktoren von Burn Out

Handouts zum Download hier:

Workshopbericht Seewis vom 22./23. März 2013

Wie jedes Jahr trafen sich die BVP-Mitglieder (jedenfalls etwa 15 davon) zur Weiterbildung und wie jedes zweite Jahr wurde ein externer Referent eingeladen. Diesmal war es der Wiener Psychologe Stefan Geyerhofer, der uns sein Wissen und sein Konzept über Burnout, Prävention und Therapie desselben zu vermitteln versprach. Den Teilnehmern der Marokko-Kongresse war Stefans Name bereits ein Begriff. Mir nicht, obwohl er schon am übernächsten Tag einen Workshop im IEF gab…
So ich kam ich der Pflege der Kollegialität wegen und, na ja, vielleicht schadet es nichts, sich einmal mit Burnout zu beschäftigen, dachte ich mir. Lustvoll war die Vorstellung nicht wirklich – sehr zu Unrecht, wie sich bald zeigte.

Je länger die Vorstellungsrunde dauerte, um so klarer wurde mir, dass es ausgesprochen nützlich sein könnte, mehr über Burnout zu wissen. Eigentlich hat man doch recht oft damit zu tun. Was dann folgte, war ein Feuer von Ideen, spannend, lehrreich und ausgesprochen leicht, humorvoll. Nichts von Schwere und Unlust, stattdessen viel Gelächter ob all dem Wiener Schmäh. Die arme Claudia, die sich so begeistert in die Arbeit stürzt und alsbald zwingend im Krankenstand endet, werden wir wohl alle nie mehr vergessen. Wen wundert’s, dass sie schon in der Folgewoche in meiner Praxis saß… Stefans Modell von Burnout ist gleichzeitig praktisch und dynamisch. Ich unterlasse es, an dieser Stelle näheres vom Inhalt zu vermitteln versuchen. Lieber verweise ich auf die Website www.geyerhofer.com. Wiener Schmäh lässt sich sowieso nicht auf Schweizerdeutsch vermitteln, den muss man live erleben.

Neben dem Erwerb neuen Wissens gehörte wie immer die Begegnung mit den Kolleginnen und Kollegen zur BVP-Veranstaltung. Wieder bekamen einige schon öfters gehörte Namen Gesichter, wurden Bekanntschaften geschlossen und genetzwerkt. Auch die Lokalität ließ keine Wünsche offen. Beim Kaffee und beim delikaten Nacht- bzw. Mittagessen gab es so viel Gelegenheit zum Austausch, dass die meisten das hausinterne Bad und die Sauna ungenutzt ließen (besonders Sportliche scheinen morgens um sechs baden gegangen zu sein, konnte ich leider nicht überprüfen, denn auch die Zimmer waren angenehm und die Ruhe nötig…) Das schöne Wetter (jawohl, sogar das gab’s im März) genossen wir auf der Terrasse mit unvergleichlichem Blick ins Prättigau.

Der Anlass war rundum gelungen und dem Vorstand sei herzlich gedankt für die ausgezeichnete und pannenfreie Vorbereitung. Was so leicht daherkommt, benötigt ein nicht zu unterschätzendes Maß an Arbeit. Allen, die den Anlass verpasst haben, sei zum Trost gesagt, dass es nächstes Jahr wieder eine BVP-Weiterbildung gibt: Nicht verpassen! Es lohnt sich.

Anna Flury

 

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